Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe existiert seit 1996 als selbstorganisiertes und nichtstaatliches Projekt.
Wir vermitteln anonyme und kostenlose Behandlung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.
Seit der Gründung verfolgen wir als antirassistische Initiative das Ziel, die Gesundheitsversorgung von illegalisierten* Flüchtlingen und MigrantInnnen auf politischem und pragmatischem Wege zu verbessern.
Da der faktische Ausschluss von Illegalisierten aus dem regulären Gesundheitssystem vor allem politisch begründet ist, wollen wir durch Öffentlichkeitsarbeit Bewusstsein schaffen für diese Problematik und fordern politische Lösungen.
Alle MitarbeiterInnen arbeiten unentgeltlich in dem Projekt.
Ein ausführliche Projektdarstellung als PDF zum Herunterladen findet Ihr bei Materialien
* Wir sprechen von Menschen ohne Papiere oder Illegalisierten, da der häufig verwendete Begriff „Illegale“ nicht geeignet ist, die Lebenssituation dieser Menschen zu beschreiben. Illegal impliziert, jemand habe sich eines Verbrechens schuldig gemacht und sei kriminell. Tatsächlich aber besteht der einzige Gesetzesbruch im Übertreten der ausländerrechtlichen Aufenthaltsbestimmungen. In anderen Sprachen gibt es weniger diskriminierende Begriffe (undocumented migrants, sans papiers, sin papeles etc.).
