Vortragsreihe der Donnerstagsgruppe und der jour fixe Initiative Berlin
Kulturhaus Mitte, Auguststr. 21, 10117 Berlin
S-Bahn: Oranienburger Straße, U-Bahn: Oranienburger Tor
Montag, 21. Mai 2007, 19 Uhr 30
Hagen Kopp (Hanau) und Susanne Schultz (Berlin):
Migration und Globale Rechte
"Jeder
Mensch hat das Recht, selbst zu entscheiden, wo und wie er leben will.
Der Regulierung von Migration und der systematischen Verweigerung von
Rechten steht die Forderung nach Gleichheit in allen sozialen und
politischen Belangen entgegen…"
So lautete bereits 1997 ein Schlüsselsatz des Aufrufs von kein mensch ist illegal, der an Aktualität nichts verloren hat.
"Globale Rechte aneignen!" ist nicht zufällig der Vorschlag
für eine übergreifende Parole gegen den kommenden G8 Gipfel. Die
Forderung bewegt sich zwischen abstrakter Revolutionsrhetorik und
konkreten Reformschritten. Im ersten Teil der Veranstaltung fragt Hagen
Kopp von kein mensch ist illegal nach den Interventionsmöglichkeiten
auf den verschiedenen umkämpften Terrains.
Im zweiten Teil werden die Bündnisse einer antirassistischen
Politik der Rechte zwischen unterschiedlichen entrechteten Gruppen
untersucht. Susanne Schultz von der Gruppe respect erläutert, auf welch
verschiedene Weise die "Rechtsfrage" bezüglich feministischer und
antirassistischer Strategien zu bezahlter Hausarbeit relevant ist.
Neben der Strategie, formale Arbeitsrechte einzufordern - wie das
Recht, gegen Lohnraub klagen zu können -, geht es der Gruppe respect
auch darum, alltägliche Widerstandsstrategien auszutauschen,
weiterzuentwickeln und sich gegenseitig zu bestärken.



